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Wandfarbe wählen – Eine Anleitung in 5 Schritten

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Wandfarben eignen sich perfekt, um Räumen rasch einen komplett neuen Look und eigenen Charakter zu verleihen. Kleine Räume können grösser wirken, andere energiegeladen oder beruhigend. Sich allerdings für die richtige Wandfarbe zu entscheiden kann ziemlich schwer sein und bedarf einer sorgfältigen Planung. Die Auswahl ist riesig und Faktoren wie Lichtverhältnisse, Raumgrösse, Stimmung, Materialien oder andere Raumfarben können die Auswahl zusätzlich erschweren. Um die Entscheidung zu erleichtern und das Vorgehen zu strukturieren, zeigen wir dir anhand von fünf Tipps wie du deine Wandfarbe wählen kannst.

#1: Sammle Inspiration

Beginne damit, Inspiration zu sammeln. Welche Räume sprechen dich an und wo kannst du dir vorstellen zu wohnen? Inspiration kann sich verstecken und in verschiedenen Formen auf dich treffen: Farben von deinem Lieblingsbild, dem letzten Hotelzimmer, aus dem stylischen Laden nebenan, deinen Social Media Plattformen, deinem liebsten Interior-Magazine oder von diversen Wohnblogs; überall verbergen sich Hinweise für deine nächste Wandfarbe. Die Auswahl an Farben und den dazugehörigen Wohnstilen ist überwältigend und du solltest darauf achten, dass du immer das Gesamtbild deines bisherigen Zuhauses oder deines Stils im Hinterkopf behältst. Wie dir dies gelingt kannst du im nächsten Schritt lesen.

#2: Raumanalyse

Bevor du dich für ein Farbschema entscheidest, solltest du folgende Fragen beantworten und eine Raumanalyse erstellen. Diese hilft dir dabei, die Auswahl des Farbschemas auf deine Anforderungen und Vorlieben anzupassen.

  1. Soll sich der Raum ins Farbkonzept des ganzen Zuhauses einfügen oder eine eigene Farbpalette besitzen?
  2. Was ist die Funktion des Raumes?
  3. Wie sind die Gegebenheiten bezüglich Lichteinfall und Raumgrösse?
  4. Welche Materialien und Oberflächen sind im Raum vorhanden?
  5. Gibt es Gegenstände wie z.B. Bilder, Möbel, Dekorationen die auf jeden Fall im Raum bestehen bleiben sollen?
  6. Wie soll sich der Raum nach dem Neuanstrich anfühlen?

Sobald du diese Fragen beantwortet hast, bist du bereit, dich in für eine Farbrichtung mit dazugehöriger Farbpalette zu entscheiden.

#3: Farbpalette

Wandfarbe wählen: Eine Auswahl an Farbbeispielen
Auswahl an Farbstreifen

Nun kommst du deiner zukünftigen Wandfarbe schon näher. Basierend auf deinen Vorlieben und Anforderungen kannst du dich nun mit den Farben auseinandersetzen. Um deinen Wunschton richtig zu wählen, prüfe, ob bei deinen auserwählten Inspirationsbildern Farbnummern (z.B. vom Farbsystem RAL) angegeben sind und suche mögliche Wandfarben von einem Farbkatalog heraus. Falls du diesen nicht selbst besitzt, kannst du in Malergeschäften kostenlose Farbstreifen erhalten oder sogar welche online bei einer Farbfirma bestellen (z.B. bei Lachenmeier Farben).

Grundsätzlich besagt die Faustregel, dass du du dich bei kleinen und/oder dunklen Räumen eher auf die hellen Hauptfarben und bei grossen und/oder hellen Räumen auf die dunkleren Hauptfarben konzentrieren sollst. Denn helle Farben können im Gegensatz zu dunklen Farbtönen Räume optisch vergrössern. Falls du an unterschiedlichen Raumwirkungen und optischen Täuschungen von Wandfarben interessiert bist, findest du in diesem Artikel vom Magazin „Zuhause wohnen“ weitere Informationen.

Schritt für Schritt sieht die Auswahl der Farbpalette so aus:

  1. Werde dir bewusst, welche Farben vorhandene Möbel besitzen oder welche Farben du bisher im Haus angewendet hast.
  2. Wähle eine Hauptfarbe die im Raum überhand nehmen soll.
  3. Entscheide dich für die Akzentfarben, welche du z.B. für Accessoires, Kissen etc. übernehmen möchtest.

Wichtig ist, dass eine gute Mischung aus der Hauptfarbe und den Akzentfarben entsteht. Behalte bei diesem Schritt also unbedingt die oberen Antworten der Fragen im Kopf und denke an vorhandene Möbel und Accessoires, die zukünftig im Raum ihren Platz finden werden. Die Wandfarbe sollte auf jeden Fall mit den vorhanden Materialien und Oberflächen im Raum wie z. B. Holz, Fliesen oder Textilien harmonieren. Falls du in einer Visualisierung testen möchtest, wie die Farbmöglichkeiten mit den bestehenden Einrichtungsgegenständen zusammenpassen, kannst du dies mithilfe von Moodboards und Einrichtungskonzepten testen. Wie du diese anwendest, erfährst du in diesem Beitrag.

Beachte, dass Farben auch einen direkten Einfluss auf unsere Stimmung haben und die Atmosphäre eines Raumes massgeblich beeinflussen können. Die Farbpsychologie besagt, dass Weisstöne einen Raum z.B. ordentlich und organisiert wirken lassen, wohingegen Brauntöne zu einem gemütlichen sowie warmen Gefühl führen und Blautöne beruhigende Oasen schaffen können. Solche Grundsätze existieren für jede Farbgruppe und nehmen einen der wichtigsten Bestandteile deines Entscheidungsprozesses ein.

Tipp: Unglaublich hilfreiche Tipps zur Farbpsychologie und zu Farbkombinationen findest du in diesem Farbguide von Westwing.

Sobald du dich für eine Farbpalette entschieden hast, kannst du dir überlegen, welche der Farben als Wandfarbe genutzt werden soll und ob der ganze Raum, nur eine einzelne Wand oder sogar nur ein kleines Stück gestrichen werden soll. Selbstverständlich können hier auch mehrere Farben gewählt werden, falls du ein Muster an deiner Wand anbringen möchtest. Inspiration für verschiedene Umsetzungsmöglichkeiten findest du am Ende des Beitrages.

#4: Farbmuster testen

Farbproben als Peel & Stick an Wand anbringen um Wandfarbe zu wählen
Peel & Stick Farbproben

Zwischen dir und deiner Wandfarbe stehen nun noch unendlich viele Zwischentöne. Je nachdem welche Lichtverhältnisse oder Farben (z.B. Fussboden) im Raum bestehen, können Farben sogenannte Untertöne entwickeln, die den ursprünglichen Farbton ganz anders wirken lassen. Super, oder? Da denkt man sich schon langsam der definitiven Wandfarbe zu nähern und plötzlich sieht diese ganz anders aus. Um Überraschungen zu verhindern, wählst du am besten drei bis fünf Farbfavoriten aus, welche du nun an einer Wand im Raum anbringst. Du kannst die Farbe direkt in einem Bereich an die Wand malen, grössere Muster im Fachgeschäft bestellen oder aber „peel and stick“ Teststreifen besorgen. Einige Farbfirmen besitzen diese bereits und sie sind super praktisch, da sie direkt an die Wand geklebt werden und beim Entfernen keine Schäden entstehen (s. Bild). Die Wandfarben von „Schöner Wohnen“ können im Raum sogar virtuell mit der dazugehörigen App getestet werden. Weitere Informationen zur App erhältst du hier.

Tipp: Vergleiche die Farbbeispiele mit weissem Papier, leg diese auf den Fussboden und schau sie dir bei natürlichem und künstlichem Licht zu unterschiedlichen Tageszeiten in dem Raum an, in dem du die Farbe auch anwenden möchtest. So kannst du die erwähnten Untertöne offenlegen.

#5: Wandfarbe wählen und Streichen

Treffe nun deine endgültige Farbauswahl oder -kombination deiner Farbmuster, die den gewünschten Effekt im Raum erzeugt. Lass dich von den oben aufgeführten Schritten in deiner Entscheidung bestärken, sodass du deine Wandfarbe wählen, deinen Raum streichen und das Resultat geniessen kannst! Wir fassen also nochmal die wichtigsten drei Punkte zusammen. Die Wandfarbe sollte…

  • … deine persönlichen Vorlieben berücksichtigen. Harmoniert die Wandfarbe mit deinem Geschmack und Stil?
  • … mit der ausgewählten Farbpalette harmonieren und eine angenehme Gesamtwirkung erstellen. Passt die Farbe zu den vorhandenen Möbeln, Materialien und Oberflächen und entstehen keine unerwünschten Farbuntertöne durch den Lichteinfall, die Raumgrösse oder bestehenden Farben?
  • … die richtigen Emotionen schaffen. Entwickelt die Wandfarbe die Atmosphäre, die du dir für den Raum gewünscht hast?

Nachdem all diese Aspekte berücksichtigt wurden, kannst du deine Wandfarbe wählen und anfangen zu streichen! Das ist zwar viel Arbeit, macht aber unglaublich viel Spass. Und das Schönste daran ist, dass man die Transformation schon nach kurzer Zeit erkennen kann. Hab keine Angst nun Nägel mit Köpfen zu machen – es gibt hier kein richtig oder falsch. Letztendlich geht es darum, eine Farbe zu wählen, mit der du dich wohl fühlst und die den gewünschten Effekt im Raum erzielt. Und seien wir mal ehrlich, das Praktische an Wandfarben ist ja, dass sie sich immer wieder ändern lassen.

Inspiration


Viel Freude beim Streichen!

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